Wissen · DIN SPEC 91484

Pre-Demolition-Audit nach DIN SPEC 91484

Das Pre-Demolition-Audit erfasst vor Umbau oder Rückbau, welche Bauteile sich weiterverwenden lassen – in zwei Stufen nach DIN SPEC 91484. Es ist die Grundlage für Anschlussnutzung, Rückbaukonzept und Vermarktung.

ConcularExchange: Pre-Demolition-Audit

Wann ein Pre-Demolition-Audit sinnvoll ist

Ein Pre-Demolition-Audit (PDA), auch Pre-Deconstruction Audit genannt, ist die Bestandserfassung vor dem Rückbau nach DIN SPEC 91484. Es kommt zum Einsatz, wenn ein Teil- oder Totalrückbau ansteht – und ebenso vor einer Kernsanierung. Das Audit kann auch zeigen, dass sich der Erhalt des Gebäudes lohnt. Am meisten bringt es, wenn es früh beauftragt wird: vor dem Planungswettbewerb, damit die Ergebnisse in die Planung einfließen.

Die Stufen der Anschlussnutzung

Für jedes Bauteil wird geprüft, wie hochwertig es weitergenutzt werden kann – in der Rangfolge der Abfallhierarchie nach § 6 KrWG: Wiederverwendung, Weiterverwendung, Wiederverwertung und Weiterverwertung. Ziel ist die jeweils höchste mögliche Stufe.

Ablauf in zwei Stufen

  1. Stufe 1 – Vorprüfung: Unterlagen sichten, das Gebäude orientierend begehen und je Bauteil Verortung, Menge, Maße, Verbindung, Zustand, Fotos und einen möglichen Schadstoffverdacht erfassen. Ergebnis: eine Einschätzung des Potenzials.
  2. Stufe 2 – Detailprüfung: für Bauteile mit hohem oder unklarem Potenzial – mit Probebergungen, Baustoffanalysen und der Prüfung von Nachweisen wie Leistungserklärung, CE- oder Ü-Zeichen sowie Angaben zu Baujahr und Demontierbarkeit.

Weil sich der Aufwand für Stufe 2 erst nach Stufe 1 abschätzen lässt, empfiehlt die Handlungsempfehlung von Concular, beide Stufen nacheinander zu beauftragen. Das Audit läuft sinnvollerweise parallel zum Schadstoffgutachten. Ergänzend lassen sich Kosten- und CO₂-Einsparpotenzial je Bauteil ausweisen.

Inventarliste und digitaler Produktpass

Ergebnis ist eine Inventarliste mit einem digitalen Produktpass je Bauteil, der später um Aufbereitung und Nachweise ergänzt werden kann. Ein QR-Code verbindet das reale Bauteil mit seinen Daten. Die Produktpässe sind zugleich die Grundlage für den Gebäuderessourcenpass.

Vom Audit zum Rückbaukonzept

Auf das Audit folgen das Anschlussnutzungskonzept nach DIN SPEC 91525 und das Rückbaukonzept, das Entkernung und konstruktiven Rückbau unterscheidet und die Getrenntsammlung nach Gewerbeabfallverordnung berücksichtigt. Danach werden die Bauteile vermarktet – wie, zeigt die Seite Bauteile aus dem Rückbau verkaufen und vermitteln.

Erfassen mit ConcularExchange

Mit der Mobile App erfassen Sie Bauteile vor Ort mit Foto, Menge, Zustand und Platz, und jedes Bauteil erhält seinen Produktpass mit QR-Code. Schon beim Erfassen sehen Sie, wofür es passende Gesuche gibt. Die Daten gehen ohne Doppelerfassung in Verkaufsfreigaben, Listings und Ihre Bauteilbörse über.

Stand: November 2026. Quelle und weitere Informationen: Pre-Deconstruction Audit auf concular.de.

Häufige Fragen: Pre-Demolition-Audit

Was ist ein Pre-Demolition-Audit?

Die Bestandserfassung vor Umbau oder Rückbau nach DIN SPEC 91484: Bauteile werden erfasst und bewertet, wie hochwertig sie weitergenutzt werden können.

Ist Pre-Demolition-Audit dasselbe wie Pre-Deconstruction Audit?

Ja. Beide Begriffe bezeichnen die Bestandserfassung vor dem Rückbau nach DIN SPEC 91484.

Muss Stufe 2 immer durchgeführt werden?

Nein. Die Detailprüfung lohnt sich für Bauteile mit hohem oder unklarem Potenzial. Ihr Umfang lässt sich erst nach Stufe 1 abschätzen.

Wann sollte das Audit beauftragt werden?

So früh wie möglich – idealerweise vor dem Planungswettbewerb, damit die Ergebnisse Grundlage der Planung werden.

Was kommt nach dem Audit?

Das Anschlussnutzungskonzept nach DIN SPEC 91525, das Rückbaukonzept und die Vermarktung der Bauteile – intern im eigenen Bestand oder über eine Bauteilbörse.

Ihre eigene Bauteilbörse

Wir zeigen Ihnen in einer Demo, wie ConcularExchange Bauteile vom Rückbau bis zum Wiedereinbau begleitet.